Die Hochzeitstorte

Von Vera // WeWedding // 16.01.2019

Geschichte der Hochzeitstorte

Schon seit Jahrhunderten gehört die Hochzeitstorte zu einer Hochzeit dazu. Schon vor 2000 Jahren war es eine Tradition bei den Römer. Damals durfte aber nur das Brautpaar vom einfachen Trockenkuchen direkt naschen. Die Reste wurden über dem Kopf der Braut zerbröselt und von den Gästen zum Verzehr wieder aufgesammelt. Hintergrund dieses seltsamen Brauchs war damals eine bestimmte Zutat: das Getreide. Dies galt als Symbol für Fruchtbarkeit und sollte dem Brautpaar so zu Nachwuchs verhelfen.

Ursprung der mehrstöckigen Hochzeitstorte

Die mehrstöckige Torte hat ihren Ursprung in England. Daher wird sie auch englische Torte genannt. Damals brachten die Gäste jeder einen Kuchen mit. Diese wurden dann zu einem Kuchen aufgestapelt. Das Brautpaar hatte die Aufgabe sich über diesem Kuchenstapel zu küssen, ohne ihn umzuschmeißen. Wenn es ihnen gelang war der Kindersegen sicher. Bei großen Hochzeitsgesellschaften konnte dies zum Problem werden.

Ein Beispiel: Als Elisabeth II. und Prinz Philipp heirateten stand zwischen ihnen eine 226 Kilo und 3 Meter hohe Monster-Hochzeitstorte.

Warum 5-stöckig?

Traditionell nimmt man eine 5-stöckige Hochzeitstorten. Aber warum eigentlich? Jede Etage soll einen Abschnitt des Lebenszyklus symbolisieren:

Geburt, Jugend, Hochzeit, Kinder und Tod

Heutzutage fällt die Wahl eher auf eine 3- oder 4-stöckige Torte.

Zucker und Mandeln dürfen in einer traditionellen Hochzeitstorte nicht fehlen. Diese zwei Gegensätze sollen die Harmonie in der Ehe fördern. Die Süße des Zuckers und der bittere Geschmack der Mandeln harmonieren einfach perfekt.

Welche Torte?

Die klassische Hochzeitstorte ist eine Buttercreme-Torte mit einem Fondant-Bezug und entsprechender Zuckerdekoration. Das ist nicht für jeden das richtig.

Der Trend geht zum Naked Cake (engl. für nackter Kuchen). Eine Torte ganz ohne Fondant oder Glasur. Garniert wird sie mit frischen Beeren und Blumen. Es können sogar echte Blumen gewählt werden. Dazu verwendet der Konditor ein spezielles Röhrchen mit Wasser, um die Rosen oder andere Blumen frisch zu halten. Die Füllung der einzelnen Kuchenteile kann auch variiert werden. Eine Vanille- oder Himbeercreme-Füllung ist sehr begehrt.

Als Möglichkeit empfehlen sich Obstkuchen, wie Erdbeerkuchen in Herzform. Diese kann man auch als Doppelherz bestellen, so dass ein Herz Erdbeerkuchen und das andere eine klassische Buttercreme ist.

Das Anschneiden

Nun kommen wir wieder mal zum Volksglauben: Wichtig beim Anschneiden ist, dass das Brautpaar dies zusammen macht. Aber auch diese Handlung kann weiteren Einfluss auf die bevorstehende Ehe haben. Wer nämlich bei Schneiden die Hand oben aufliegen hat, wird (angeblich) in der Ehe das Sagen haben.

Wann die Torte angeschnitten wird ist Euch überlassen. Mögliche Zeitpunkte sind am Nachmittag zum Kaffee- & Kuchenbuffet, zum Dessert oder um Mitternacht. Wir persönlich würden Euch von einer Mitternachtstorte abraten. Zu diesem Zeitpunkt die Party meist im vollen Gange und die Torte könnte dieser Stimmung einen Dämpfer verpassen.

Unser Tipp

Um Eurer Hochzeitstorte einen gebührenden Auftritt zu verleihen, kann sie zum Beispiel vom Servicepersonal mit Feuer-Fontänen und passender Musik in den Raum gefahren werden. Die beliebtesten Lieder dafür sind "Aber bitte mit Sahne!" von Udo Jürgens und die Filmmusik von "Fluch der Karibik".

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