Einen Baum pflanzen

Man behauptet, dass es im Leben eines Mannes vier wichtige Dinge gibt, die er erledigen muss:
Heiraten, Kinder bekommen, ein Haus bauen und einen Baum pflanzen

Was es mit dem Baum auf sich hat erfahrt ihr im folgenden Beitrag.

 

Geschichte

Nach dem dreißigjährigen Krieg (1618-1648) war es in vielen Gemeinden Pflicht einen Baum zu pflanzen. Ziel dieser Verordnung war die Holzverwüstung, die aus dem Krieg resultierte, wieder auszugleichen. Bis zu 30 Eichen musste man(n) teilweise pflanzen. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde diese Pflicht wieder abgeschafft.

Heutzutage ist dies ein beliebter Hochzeitsbrauch geworden. Manche Städte bieten ein spezielles Hochzeitswäldchen an, in welchem die Paare einen gemeinsamen Baum pflanzen können.

Bedeutung

Das gemeinsame pflanzen eines Baums symbolisiert gleich zwei Dinge. Zum einen das gemeinsame Ziel aus dem gemeinsamen Handeln etwas Neues zu schaffen und zum anderen die Parallele zur Ehe, da es um das Wachsen und Gedeihen geht.

Beim Baum und der Ehe wächst mit der Zeit die Stabilität und man gewinnt an Reife.

Bedeutung der Bäume

Die Eiche steht für Kraft und Beständigkeit. Durch die langen und tiefen Wurzeln kann die Eiche auch Wind und Wetter trotzen, was die Basis für ein langes und anhaltendes Dasein legt.

Die Weide ist auf Grund ihrer anmutigen Schönheit und Ruhe oft Bestandteil romantischer Gedichte. Selbst Eifersucht soll sie heilen!

Die Birke soll böse Geister auf Distanz halten, daran haben sogar schon die alten Römer geglaubt. Für die Kelten war die Birke ein Symbol für einen Neubeginn, da sie immer als erster Baum im Frühling treibt. Wie die Ehe wird auch die Birke jedes Jahr stabiler.

Die Eberesche wird im Volksmund auch "Lebensbaum" genannt. Sie steht für ein langes und unbeschwertes (Ehe-)Leben. Als Bonus soll sie sogar gegen böse Hexen schützen und durch ihre Beeren heilende Kräfte besitzen.

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