Der perfekte Anzug für den Bräutigam

Der Bräutigam trägt einen Hochzeitsanzug! Schon richtig...
Aber mit dieser Aussage ist es nicht getan. Genau wie bei der Brautmode gibt es für jeden Typ Mann den prefekten Anzug. Schließlich soll an Eurem schönsten Tag nicht nur die Braut glänzen. Elegant und schick sollte der Bräutigam auftreten. Ob aus dem Kaufhaus oder vom Schneider maßgeschneidert. Es gibt auch viele unterschiedliche Arten von Anzug. In unserem Artikel geben wir Euch hilfreiche Tipps und Informationen.

wewedding // 17.09.2018

Der Anzug

Der moderne Hochzeitsanzug ist kein Businessanzug. Die Businessanzüge von BOSS und Co. sind zwar schick, aber gebühren dem Anlass seiner eigenen Hochzeit nicht. Anstelle von Businessanzügen solltet ihr lieber nach Gesellschaftsanzügen Ausschau halten. Diese sind in Form und Farbe perfekt abgestimmt und zeichnen sich durch eine klare Linie aus. Für diese Art von Anzügen muss man nicht zwingend ins Fachgeschäft. Man kann sie in einfachen Kauhäusern erwerben. Solltet ihr euch Gedanken um den Sitz der Anzüge aus dem Kaufhaus machen, empfehlen wir Modelle mit einem italienischen Schnittmuster.

Natürlich werdet ihr in entsprechenden Brautmodegeschäften auch fachlich gut beraten und kleiner Änderungen können vom Schneider direkt angepasst werden.
Wenn ihr Euch trotzdem nicht sicher seid, gönnt Euch doch einen maßgeschneiderten Anzug ganz nach euren Vorstellungen für euren schönsten Tag.
Im Folgenden möchten wir Euch die gängigen Anzugsarten für den Bräutigam näherbringen.

Stresemann

Der Stresemann wird nur tagsüber getragen.

Er zeichnet sich aus durch eine schwarzgrau gestreifte Hose. Dazu trägt man ein schwarzes Jackett mit weißem Hemd. Klassisch dazu kombiniert man eine graue Weste und eine graue Krawatte. Zu dieser Anzugart passen eine Krawattennadel und Manschettenknöpfe.

Cutaway

Der Cutaway ist auch bekannt unter den Namen Cut, Morning Coat, Morning Dress oder Gehrock. Er wird nur tagsüber bis 15:00 Uhr getragen.

Der Cut ist ein langschößiger Rock. Er ist meist schwarz oder dunkelgrau und hat als Merkmal abgerundete "Schwalbenschwänze".

Klassich trägt man den Cut kombiert mit einer grauschwarz - gestreiften Stresemann-Hose, einem weißen Kragenhemd mit silbergrauer Krawatte oder weißem Kläppchenhemd mit grauem Plastron, einer silbergrauen Weste, dazu eventuell eine rote oder weiße Nelke. Ein grauer Zylinder wird im Freien getragen. Achtung: Ein schwarzer Zylinder hingegen nur bei Begräbnissen.

Zu diesem Anzug passt eine klassische schwarze Lederarmbanduhr.

Für mutige gibt es den Cut noch in anderen Farben, wie einem angenehmen Braunton.
Wer es einfach etwas bunter mag kann eine farbige Weste und Krawatte anziehen. Hier sollten sich die Farben beim Hochzeitskonzept auch wiederfinden lassen.

Frack

(frz. cravate blanche, engl. white tie)

Der Frack ist als großer Gesellschaftsanzug bekannt und wird frühestens ab 15:00 Uhr, besser ab 19:00 Uhr getragen.
Er ist genau wie der Cutaway ein langschößiger Rock.
Ein Frack ist ein offen getragenes Jackette, welches vorne kurz tailliert und hinten knielang mit "Schwalbenschwänzen" ist. Er muss schwarz sein. Die Jacke ist immer einreihig und kann nicht geschlossen werden. Das aufsteigende Revers ist seidenbesetzt.
Zum Frack wird klassisch eine schwarze Hose mir Doppelstreifen (Galons) ohne Aufschlägen getragen. Doppelte Galons sind zwei parallellaufende Seidenstreifen. Die Hose wird mit Hosenträgern gehalten.
Die tiefgeschnittene Frackweste ist aus weißem Baumwollpiqué, einfach oder doppelt geknöpft. Das dazu passende weiße Hemd hat eine gestärkte Piquébrust, Frackknöpfe, einen Klappkragen und einfache Manschetten, welche mit Manschettenknöpfen geschlossen werden. Dazu gehört eine weiße Frackschleife (Fliege).
Der weiße Seidenschal wir zum Frack nur unter dem Mantel getragen. Ebenso der Zylinder und die weißen Handschuhe werden mit dem Mantel abgelegt.

Smoking

(frz. cravate noire, engl. black tie)

Der Smoking ist der kleine Gesellschaftsanzug und wir ab 19:00 Uhr getragen.
Deswegen wird er auch Dinner-Jackett oder Abendanzug genannt.

Das Material ist leicht. Die Jacke hat einen Spitz- oder Schalkragen und ein Revers aus Seide.

Klassisch trägt man eine schwarze Fliege oder eine dezente Farbe. Ebenfalls wird ein Cummerbund getragen, der den Übergang vom Hosenbund zum Hemd verdeckt. Das Muster und die Farbe des Cummerbundes muss mit der Schleife abgestimmt sein. Das Smokinghemd ist weiß und hat Klappmanschetten. Die Hose ist schwarz bzw. dunkelblau mit aufgesetzten Längsstreifen (Galons) ohne Aufschlägen.

Der Smoking ist in der Regel schwarz oder tiefblau. Es gibt aber auch Smokings mit weißer oder fast weißer Jacke, wie zum Beispiel in écru.

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