Die kirchliche Trauung

Eine kirchliche Trauung ist für viele Paare ein wichtiger Bestandteil einer Hochzeit! Besonders für diejenigen, die Wert auf den Segen der Kirche legen. Auch wenn sie keine regelmäßigen Kirchengänger sind!

Ich habe Euch eine kleine Übersicht über die Planungspunkte einer christlichen Trauung erstellt, damit ihr Euch schonmal Gedanken zu einigen Punkte machen könnt! Hierbei unterscheiden sich die evangelische und katholische Trauzeremonie nur in wenigen Punkten! Diese habe ich entsprechend aufgeführt!

Wo soll die Trauung stattfinden?

In Eurer Gemeinde

Kein Problem! Vereinbart am besten 6 Monate vor Eurem Hochzeitstermin einen Termin zum Traugespräch mit Eurem Gemeindepfarrer.
Bei der katholischen Kirche bereitet der Pfarrer Euch auf die wesentlichen Grundsätze (das Sakrament) der katholischen Ehe vor. Diese sind die Unauflösbarkeit der Ehe, Bejahung des Kindes und die Erziehung des Nachwuchses im katholischen Glauben. Der Unterschied in der evangelischen Kirche ist, dass die Ehe kein unauflösbares Sakrament ist, da diese die Weltlichkeit der Ehe im Fokus sieht.

In einer anderen Gemeinde

Wenn ihr in einer besonderen Kirche außerhalb Eurer Gemeinde heiraten möchtet, benötigt ihr eine Traulizenz oder Entlassschein (schriftliche Erlaubnis). Dies gilt sowohl für katholische als auch evangelische Gemeinden. Dieses Dokument wird von Eurem Gemeindepfarrer ausgestellt, damit der auswärtige Geistliche Euch trauen darf. Soll Euer Gemeindepfarrer dennoch die Trauung in der auswärtigen Kirche durchführen, bedarf es der Delegation (Erlaubnis) des dortigen Pfarrers bzw. Pastors.

GUT ZU WISSEN: Die kirchlichen Formalitäten werden in beiden Fällen von Eurem Heimatpfarrer erledigt!

Welche Form der Trauung wünscht ihr Euch?

Traugottesdienst als Wort-Gottes-Feier

Diese Form des Traugottesdienstes ist die gängigste Variante.
Mit dem feierlichen Einzug und der Eröffnung durch Lieder und Begrüßung beginnt die Zeremonie. Darauf folgt der Wort-Gottesdienst mit einer Lesung aus der Bibel, einem Lied oder Musikstück, dem Evangelium und einer Ansprache.
Danach folgt auch schon die eigentliche Trauung. Gegen Ende des Gottesdienstes werden die Fürbitten gelesen. Diese könnt ihr, nach Absprache mit dem Pfarrer bzw. Pastor, an Eure Familie oder gute Freunde verteilen. Zum Schluss wird gemeinsam das Vater unser gebetet und der Pfarrers/Pastors gibt ein Schlussgebet. Nach dem erteilten Segen an die Gemeinde ist der feierliche Auszug unter musikalischer Begleitung.

Traugottesdienst in der Eucharistiefeier

Diese Form des Traugottesdienstes ist in der katholischen Kirche nur möglich, wenn beide Brautleute katholisch sind! In der evangelischen Kirche dürfen katholisch Getaufte auch am Abendmahl teilnehmen. Aus der Kirche Ausgetretene, Ungetaufte und anders Gläubige sind davon jedoch ausgeschlossen!
Diese Zeremonie ist genauso aufgebaut, wie die Wort-Gottes-Feier, nur fügt man zwischen Fürbitten und Schlussteil eine Eucharistiefeier ein. Diese beinhaltet natürlich die Bereitung der Gaben und das Hochgebet.

Das Traugespräch

Auf diese Punkte könnt ihr Euch schonmal vorbereiten

  • Den Ablauf des Gottesdienstes – Wahl zwischen Wort-Gottes-Feier und Eucharistiefeier (Messfeier)
  • Auswahl der Bibelworte und des Trauspruchs
  • Mögliche Mitwirkung von Freunden an der Zeremonie
  • Musikalische Untermalung (z.B. Organist, Solo-Einlage, Kirchenchor etc.)
  • Blumenschmuck
  • Möglichkeit der Foto- und Videoaufnahmen
  • Mögliche Kosten der Trauung (von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich)
  • Verwendungszweck der Kollekte

GUT ZU WISSEN: Meist werden drei musikalische Stücke zum Traugottesdienst benötigt: Ein fröhlich-feierliches Stück zum Einzug, ein besinnliches Stück für den Zeitpunkt nach dem Eheversprechen, ein feierliches Stück für den Auszug

Der Einzug

Variante I

  • Bräutigam mit seiner Mutter
  • Brautführer
  • Brautjungfern
  • Braut mit ihrem Vater
  • Hochzeitsgäste folgen in die Kirche

Variante II

  • Blumenkinder
  • Brautpaar (Braut geht rechts)
  • Brautjungfern
  • Brautführer
  • Brautmutter und -vater
  • Mutter und Vater des Bräutigams
  • Hochzeitsgäste sind bereits in der Kirche

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